Aglaonema (Kolbenfaden)

Die ursprünglich aus den Tropen Indonesiens stammende Pflanze gehört zur Familie der Aracae oder Aronstabgewächse. Die auch als Kolbenfaden bekannte Aglaonema besticht durch ihre kleinen, bunten Blätter.

 

Gießen als Erdkultur

Vermeiden Sie beim Gießen, dass sich eine Schicht Wasser unten im Pflanztopf bildet. Diese Staunässe ist ungesund für die Pflanze. Gießen Sie die Aglaonema also so, dass die Erde immer leicht feucht ist. Der genaue Wasserbedarf ist von der jeweiligen Pflanzengröße, Luftfeuchtigkeit, sowie weiteren Faktoren abhängig. Am besten können Sie die Feuchtigkeit kontrollieren indem Sie einen Finger tief in die Erde stecken. Wenn die Erde an Ihrem Finger hängen bleibt, ist diese noch feucht und die Pflanze muss also noch nicht wieder gegossen werden. Mit etwas Zeit können Sie dann den richtigen Gießrhythmus für den Kolbenfaden ermitteln.

 

Gießen als Hydrokultur

Als Hydrokultur müssen Sie den Kolbenfadennur etwa alle 2 Wochen gießen, in den Wintermonaten sogar nur alle 4 Wochen. Wenn Sie die Aglaonema gießen, gießen Sie am besten so viel, bis sich der Wasserstandsanzeiger bewegt. Je weniger sich der Anzeiger bewegt, desto besser, denn dieser zeigt Ihnen an wenn sich Wasser am Boden des Gefäßes sammelt. Bei Überwässerung können die Wurzeln anfangen zu faulen.

 

Luftfeuchtigkeit

Wir empfehlen die Aglaonema regelmäßig mit Regenwasser zu besprühen. Dadurch vermeiden Sie dass sich Staub auf der Pflanze absetzt und senken das Risiko auf einen Schädlingsbefall.

 

Standort

Am besten gedeiht die Aglaonema an einem halbschattigen Standort, da sie auch in der Natur unter einem dichten Laubdach wächst. Der Kolbenfaden benötigt täglich mindestens 3 Stunden direktes Sonnenlicht. Sie sollten jedoch die Pflanze erst langsam an die Sonne gewöhnen, da sonst Blattverbrennungen entstehen können. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 15 und 20°C.

 

Umtopfen

Topfen Sie die Aglaonema für eine optimale Gesundheit alle 3-4 Jahre im Frühling um. Dadurch bekommt die Pflanze neue Nährstoffe, eine lockere Erde und mehr Platz für die Wurzeln. Nutzen Sie bei jedem Umtopfen einen Topf der mindestens 20 % größer ist als der vorherige. Durch den größeren Topf kann der Kolbenfaden schneller wachsen und die Erde kann mehr Wasser absorbieren, was das Risiko auf Staunässe verringert.

Düngen

Die Aglaonema wächst relativ langsam, weshalb sie nur wenig Dünger benötigt. Es genügt, wenn Sie den Kolbenfaden alle 2 Monate mit der auf der Verpackung angegeben Dosierung zu düngen. In den Herbst- und Wintermonaten muss sie gar nicht gedüngt werden. Geben Sie der Aglaonema, auch wenn Sie das Düngen mal vergessen sollten, nicht mehr Dünger als auf der Verpackung angegeben.

 

Ungesunde Blätter

Wenn die Blätter der Aglaonema blasser oder gelb werden, bekommt sie zu viel Licht und sollte etwas weiter weg vom Fenster gestellt werden. Wenn der Kolbenfaden lange trocken steht, werden die unteren Blätter braun oder gelb. Die Pflanze sollte sich aber nach etwas Zeit wieder erholen.

 

Schneiden – Trimmen

Die Aglaonema wächst nur langsam und wird auch nicht sonderlich groß. Daher müssen Sie die Pflanze nur trimmen um unschöne Blätter zu entfernen. Dadurch spart die Pflanze Energie und sieht natürlich auch schöner aus. Kommen Sie beim Schneiden des Kolbenfadens nicht in direkten Kontakt mit dem Pflanzensaft, da dieser unter anderem die Haut stark reizt.

 

Blüten

Als Zimmerpflanze blüht die Aglaonema nur selten. Häufig werden die Blüten aber auch übersehen, da sich die Blumen unter den Blättern befinden. Das Blühen kostet dem Kolbenfaden viel Energie, weshalb wir empfehlen die Blüten zum Wohl der Pflanze zu entfernen.

 

Giftig oder ungiftig?

Der Aglaonema ist giftig. Der Saft verursacht eine starke Reizung der Haut und Schleimhäute. Außerdem kann der Verzehr der Blätter zu Magen-Darm-Problemen wie etwa Erbrechen führen. Suchen Sie nach Kontakt mit dem Saft oder beim Verzehr Ihren Arzt auf.

 

Krankheiten – Schädlinge

Durch trockene Luft steigt das Risiko auf einen Spinnmilbenbefall. Diese können Sie am besten mit biologischem oder chemischem Bekämpfungsmittel bekämpfen.