Ficus (Feige) als Zimmerpflanze

Der Ficus gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen auf der Welt. Ursprünglich stammt er vor allem aus Afrika, allerdings auch aus Südamerika, Australien und Asien. Er gehört zu Familie der Maulbeergewächse und ist als Zimmerpflanze in vielen verschiedenen Arten erhältlich.

 

Gießen als Erdkultur

Die Feige liebt eine feuchte Erde, darf aber nicht komplett durchnässt sein. Daher können Sie den Ficus am besten regelmäßig mit einer kleinen Menge Wasser gießen, sobald die Erde anfängt trockener zu werden. Der genaue Wasserbedarf ist von der jeweiligen Pflanzengröße, Luftfeuchtigkeit, sowie weiteren Faktoren abhängig. Am besten können Sie die Feuchtigkeit kontrollieren indem Sie einen Finger tief in die Erde stecken. Wenn die Erde an Ihrem Finger hängen bleibt, ist diese noch feucht und die Pflanze muss also noch nicht wieder gegossen werden. Mit etwas Zeit können Sie dann den richtigen Gießrhythmus ermitteln.

 

 

Gießen als Hydrokultur

Wenn Sie die Pflanze gießen, gießen Sie am besten so viel, bis sich der Wasserstandsanzeiger bewegt. Je weniger sich der Anzeiger bewegt, desto besser, denn dieser zeigt Ihnen an wenn sich Wasser am Boden des Gefäßes sammelt. Bei Überwässerung können die Wurzeln anfangen zu faulen. Da sich der Ficus im Winter in einer Ruhephase befindet, reicht es aus ihn etwa alle 2 Wochen zu gießen.

 

 

Luftfeuchtigkeit

Wir empfehlen den Ficus regelmäßig mit etwas lauwarmem Regenwasser zu besprühen. Dadurch können Sie nicht nur die Feuchtigkeit erhöhen, sondern auch Staub entfernen oder auch einen Milbenbefall vorbeugen.

 

Standort

Da die Feige viel Licht benötigt, empfehlen wir einen hellen Standort in etwa 2 Meter Entfernung zum Fenster. Dadurch sollte der Ficus problemlos seine täglichen 5 Stunden direkte Sonne bekommen können. Sie sollten nach dem Kauf den Ficus allerdings erst langsam an die direkte Sonne gewöhnen, da sonst Verbrennungen auf der Pflanze auftreten können. Die optimale Raumtemperatur für die Feige liegt zwischen 15 und 20 °C.

 

Umtopfen

Damit das Wachstum der Pflanze ordentlich gefördert werden kann, empfehlen wir den Ficus alle 2 Jahre und am besten bei Anschaffung umzutopfen. Damit die Feige genügend Zeit hat sich zu erholen, empfehlen wir, sie immer im Frühling umzutopfen. Nutzen Sie bei jedem Umtopfen einen Topf der mindestens 20 % größer ist als der vorherige. Durch den größeren Topf kann der Ficus schneller wachsen und die Erde kann mehr Wasser absorbieren, was das Risiko auf Staunässe verringert. Sie sollten allerdings das Gießverhalten direkt nach dem Umtopfen etwas einschränken, da die Wurzeln sich dann besser neu ausbreiten.

 

Düngen

Düngen Sie den Ficus am besten erst wenn alle Nährstoffe in der Erde verbraucht wurden. Dies ist etwa nach 6-8 Wochen der Fall. Sie sollten die Feige nicht im Herbst oder Winter düngen, da sie sich dort in einer Ruhephase befinden. Geben Sie, auch wenn Sie das Düngen mal vergessen sollten, der Pflanze nie mehr Dünger als auf der Verpackung angegeben.

 

Ungesunde Blätter

Durch zu viel oder zu wenig Wasser entstehen oft braune Blätter, da die Wurzeln in beiden Fällen überfordert sind. Bei einem Mangel an Sonnenlicht und nach Standortwechseln können die Blätter etwas hängen. Sie sollten dann dem Ficus nicht noch mehr Wasser als normal geben, da dadurch der Blattverlust droht. Auch bei gelben Blättern sollten Sie nicht vorschnell mit einer höheren Wassermenge handeln.

 

Schneiden – Trimmen

Sie sollten die Feige am besten im Herbst trimmen, da dadurch die Pflanze kompakt bleibt und während der Winterzeit mehr Sonnenlicht an den Pflanzenkern durchdringen kann. Die Ficus Lyrata ist allerdings hierbei eine Ausnahme. Diese können Sie auch im Mai schneiden, damit Sie genug Energie zum Blühen bekommt. Sie können den Ficus einfach mit einer Gartenschere schneiden und die entstandenen Wunden mit etwas Asche bedecken um die Blutung zu stoppen.

 

Blüten

Als Zimmerpflanze blüht der Ficus nur in den seltensten Fällen. Das Blühen der Pflanze ist sehr unauffällig, es bilden sich kleine grüne Feigen worin sich die Blüte entwickelt.

 

Giftig oder ungiftig?

Der Ficus ist giftig. Der weiße Saft beim Schneiden irritiert die Haut und beim Verzehr der Blätter durch Kinder oder Haustiere führt zu Beulen auf der Haut.

 

Krankheiten – Schädlinge

Wenn sich der Ficus oder der Boden klebrig anfühlt, weist dies auf einen Lausbefall hin. Da Läuse diese klebrige Substanz ausscheiden. Suchen Sie am besten den FIcus alle 2-3 Monate nach Schädlingen ab, denn je früher diese bekämpft werden, desto größer die Chance, dass der Ficus überlebt.